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  Spraydose
 

Spraydosen enthalten den Wirkstoff (= das eigentliche Produkt), dessen Lösungsmittel und das Treibmittel. Jede dieser Komponenten kann hochentzündlich, leichtentzündlich oder entzündlich sein und/oder gesundheitsschädliche Eigenschaften besitzen. Die Treibmittel sind hochentzündlich, die Wirkstoff-Lösungsmittel sind sehr oft leichtentzündlich oder entzündlich, je nach Warenart auch gesundheitsschädlich, reizend oder ätzend.

Früher enthielten die Spraydosen als Treibmittel die unbrennbaren Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und galten daher als relativ ungefährlich.

Da die FCKW jedoch die Ozonschicht der Stratosphäre zerstören, kommen aus Umweltschutzgründen in Spraydosen heute meist wieder brennbare Flüssiggase zum Einsatz oder DME (Dimethylether), die beide gasförmig schwerer als Luft sind und sich daher in Bodennähe ansammeln können.

Der Einsatz dieser hochentzündlichen Treibmittel hat das von Spraydosen ausgehende Gefahrenpotenzial wesentlich erhöht: Bei undicht gewordenen Spraydosen oder bei intensiver Verwendung in kleinen Räumen kann sich unbemerkt (!) eine explosionsfähige Atmosphäre bilden.

 
Im Falle eines Brandes können die Spraydosen durch Überhitzung platzen und so durch Freisetzen größerer Mengen hochbrennbarer Stoffe zu einer wesentlichen Verschlimmerung des Brandes oder zur Explosion führen.
       
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